Medizintechnik

Krankenkassen sehen Defizite

Eine Umfrage sowie der Heil- und Hilfsmittelreport 2014 der Barmer GEK zeigen Defizite in der Versorgung bei chronischen Wunden.

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BERLIN. Die Krankenkassen müssten der Versorgung ihrer Versicherten mit chronischen Wunden eine höhere Aufmerksamkeit zukommen lassen, fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einer Mitteilung.

Er beruft sich auf eine Umfrage der Fachzeitschrift "Welt der Krankenversicherung" (WdK) unter den Krankenkassen. Demnach schätzen sie die Versorgung überwiegend als mittelmäßig ein.

Knapp 30 Prozent gaben an, es bestehe keine flächendeckende adäquate Wundversorgung.

Als sinnvolle Maßnahmen werden von den Kassen genannt: Stärkung und Förderung einer phasengerechten Wundversorgung (92 Prozent), eine verstärkte Berücksichtigung der Evidenz und der Leitlinien (84 Prozent) und eine Verbesserung der Qualifikation der Ärzte sowie eine ganzheitliche Therapie inklusive Gesamtkostenbetrachtung (je 72 Prozent).

Der Heil- und Hilfsmittelreport 2014 der Barmer GEK habe gezeigt, dass die Patienten in Deutschland unnötig lange an chronischen Wunden leiden, so der BVMed.

Gravierend unterversorgt seien Menschen mit venös bedingten Unterschenkelgeschwüren. Nur 40 Prozent bekämen eine Kompressionstherapie, deren Unterlassung nach Auffassung der Experten einen Behandlungsfehler darstelle.

Der BVMed weist darauf hin, dass Fachgesellschaften, Kostenträger und Expertengremien Richt- und Leitlinien verabschiedet haben, die hydroaktive Wundverbände als anerkannten Stand der Wissenschaft fordern.

Er plädiert daher für eine ganzheitliche Therapie mit phasengerechter Wundversorgung sowie eine verstärkte Berücksichtigung der Evidenz und Leitlinien. (eb)

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