Direkt zum Inhaltsbereich

Krebsprävention rückt in den Blick der Onkologen

BERLIN (sun). Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen weltweit mehr als verdoppeln. Experten gehen aber davon aus, dass 40 Prozent dieser Tumorerkrankungen vermeidbar wären.

Veröffentlicht:

Auf dem 29. Deutschen Krebskongress in Berlin werden in diesem Jahr 8000 Experten sowohl über Prävention als auch über die Früherkennung in der Onkologie diskutieren.

"Inzwischen zeigt sich bei den Neuerkrankungen der Einfluss des demografischen Wandels", sagte Dr. Klaus Kraywinkel vom Robert Koch-Institut im Vorfeld der Veranstaltung, die am Mittwoch startet. Allein in diesem Jahr werde es Schätzungen zufolge 450 000 Neuerkrankungen geben. Die Krankheit werde immer mehr zu einer Belastung für das gesamte Gesundheitssystem.

Die Versorgungsstrukturen seien in Deutschland gut, könnten aber noch deutlich verbessert werden, betonte Kongresspräsident Professor Wolff Schmiegel. "Jeder Krebspatient sollte bundesweit die gleiche optimale Behandlung erhalten können."

Die neuen zielgerichteten Therapien bei vielen Haupttumorarten könnten inzwischen die Überlebenszeit deutlich verlängern, so Schmiegel. Häufig sei keine Heilung möglich, aber Krebs werde inzwischen immer öfter zu einer chronischen Erkrankung.

Krebspatienten müssen besser informiert werden, fordert Professor Michael Schlag von der Berliner Krebsgesellschaft. "Krebs ist immer noch stigmatisiert. Wir müssen die Krankheit aber rechtzeitig mit Prävention und gezielter Früherkennung bekämpfen."

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Onkologie im Aufwind

Lesen Sie dazu auch das Interview: "Das Prinzip Gießkanne hat bei der Behandlung von Krebspatienten ausgedient"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mehrere Milliarden Dosen verimpft

Review bestätigt: mRNA-Impfungen sind sicher und wirksam

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

© LASZLO / stock.adobe.com

Neu diagnostiziertes Multiples Myelom

Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Lesetipps
Tablets to maintain the correct functioning of the human cardiovascular system on a blue background close-up

© bisonov / stock.adobe.com

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen

Schlange wartender Patienten am Praxisempfang

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Einschätzung von Kollegen

Wenn die Telefon-AU wegfällt: Was das für den Praxisalltag bedeutet