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Krebsrehabilitation: Zweifel an der Nachhaltigkeit

BERLIN (gvg). Nur etwa jeder vierte Krebspatient ist nach einer stationären Reha der Auffassung, dass der Effekt dieser Maßnahme auch nach neun Monaten noch anhält. Das hat eine aktuelle Befragung ergeben.

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Krebspatienten schätzen die Nachhaltigkeit von stationären Rehabilitationen als eher begrenzt ein. Das ergab eine Umfrage, die bei der zweiten ASORS-Jahrestagung in Berlin präsentiert wurde.

An der Befragung, die Professor Hans Helge Bartsch von der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg vorgestellt hat, hatten Krebspatienten neun Monate nach einer stationären Rehabilitation teilgenommen. "Nur 26 Prozent dieser Patienten gaben an, dass sie der Auffassung seien, der Rehabilitationserfolg halte noch an", so Bartsch.

Und weitere 26 Prozent sagten, der Effekt der Reha habe etwa ein halbes Jahr angehalten. 31 Prozent sprachen von drei Monaten. Und acht Prozent gaben an, die stationäre Rehabilitation habe gar keinen Effekt gehabt.

Bei diesen Ergebnissen stelle sich die Frage, wie die Nachhaltigkeit der onkologischen Rehabilitation verbessert werden könne, so Bartsch. Er berichtete über eine randomisierte Studie mit etwas mehr als 300 Patienten, die intensive Patientenschulungen durchlaufen hatten. Ein Teil der Patienten wurde zusätzlich für sechs Monate telefonisch nachbetreut. Bei den anderen Patienten war nach den Schulungen Schluss.

Die telefonische Nachbetreuung habe dabei nur einen Teilerfolg gebracht, berichtete Bartsch. In Fragebögen schnitten die Patienten in der Telefongruppe zwar besser ab im Hinblick auf ihre Fähigkeiten, den Alltag zu bewältigen.

Bei dem wichtigen Parameter Angst gab es zwischen den Gruppen aber keine Unterschiede. Bartsch plädierte dafür, weitere Studien zu unternehmen, um andere Maßnahmen zu evaluieren, die die Nachhaltigkeit der Rehabilitation verbessern.

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