Laborwerte und Messwerte sind nicht identisch

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Direktvergleiche von Werten aus unterschiedlichen Messmethoden sind nicht möglich. Denn die Werte aus Selbstmessungen unterscheiden sich von Blutzuckerwerten, die im Labor bestimmt worden sind. Der Grund: Für Laborbestimmungen wird meist venöses Blut genommen, in dem die Blutzuckerkonzentration niedriger ist als im Kapillarblut aus dem Finger.

Im Labor wird das Blutserum von den festen Blutbestandteilen getrennt und der Glukosegehalt im Serum bestimmt. Dieser Wert ist wiederum bis zu 15 Prozent höher als im venösen Blut. Weil die per Selbstkontrolle bestimmten Blutzuckerwerte nur angenähert den tatsächlichen Werten entsprechen, dürfe mit diesen Geräten kein Glukosetoleranztest vorgenommen werden, betont Professor Stephan Martin aus Düsseldorf.

"Natürlich hat es keine wesentlichen klinischen Konsequenzen, ob jemand 114 mg/dl oder 124 mg/dl misst. Gibt es jedoch Diskrepanzen zwischen hoch gemessenen HbA1c-Werten und guten Werten der Selbstkontrolle, sollte man mal aus venösem Blut nachmessen". (ner)

Lesen Sie mehr im Special: Blutzucker-Selbstmessung

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