Krebshilfe

Länder stemmen Krebsregister!

Die Anschubfinanzierung steht: Jetzt sind die Länder dran, die klinischen Krebsregister bundesweit auszubauen. Die Krebshilfe zeigt sich zuversichtlich.

Veröffentlicht: 04.07.2013, 11:19 Uhr

BERLIN. Die Deutsche Krebshilfe sieht die Länder beim Aufbau der klinischen Krebsregister im Zeitplan: Bis zum Ende dieses Jahres würden die Strukturen für die Register stehen.

Diese Prognose hat Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, am Dienstag in Berlin gestellt. Es werde jedoch zwei weitere Jahre brauchen, bis die Register Wirkung entfalten.

Das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz ist im April 2013 in Kraft getreten. Damit haben die Länder den Auftrag erhalten, bundesweit klinische Krebsregister aufzubauen. Ziel ist es, mehr Daten zur Diagnose und Behandlung von Krebskranken sowie über den Therapieverlauf zu analysieren.

Auf diese Weise sollen Krebspatienten künftig so schnell wie möglich von aktueller Forschung bei der Behandlung profitieren können.

Allerdings gibt es noch einige Baustellen: Experten betonen zwar, dass viele Länder beim Aufbau solcher Register nicht bei null anfangen, doch die Erfassung dieser Daten findet noch nicht über Ländergrenzen hinweg einheitlich statt.

Kosten auf acht Millionen Euro geschätzt

Das sei aber eine wichtige Voraussetzung für die Vergleichbarkeit der Daten. Zudem fehlen laut Gesetzestext in Deutschland noch rund 30 der Register. Krämer zeigt sich dennoch sicher, dass der straffe Plan eingehalten werden kann. Es begründet das mit der Einigkeit von Bundestag und Bundesrat bei dem Gesetz.

Zudem habe die Krebshilfe eine solide Anschubfinanzierung für die Länder geschaffen: Der Investitionsbedarf für den Aufbau der Register wird von den Ländern auf bundesweit rund acht Millionen Euro geschätzt.

Die Länder werden selbst 800.000 Euro beisteuern, 7,2 Millionen Euro wird die Krebshilfe spenden.

Bislang habe jedoch noch kein einziges Bundesland Mittel bei der Krebshilfe abgerufen, räumte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Krebshilfe, ein. Das sei jedoch zu diesem Zeitpunkt noch völlig normal. (sun)

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