Prostata-Hyperplasie

"Lasst die Vorsorge nicht schleifen!"

LEIPZIG (dür). Mit dem Thema Prävention und Behandlung des Prostatakrebses entsprach die Leipziger Universitätsklinik für Urologie beim 5. Tag der Männergesundheit offenbar einem großen Bedürfnis der bei der Gesundheitsvorsorge eher nachlässigen männlichen Klientel.

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Fanden sich in den vergangenen Jahren etwa 100 Herren bei den speziell auf sie gemünzten Veranstaltungen ein, so übertrafen diesmal mehr als 500 Besucher die Erwartungen weit.

Highlight der Veranstaltung war zweifellos das begehbare, 5,10 Meter lange Modell einer Prostata und ihrer benachbarten Organe. Es war dicht umlagert und ermutigte die Gäste, die anwesenden Ärzte mit Fragen zu bombardieren. Doch auch die Vortragssäle waren überfüllt, in denen Urologen über die Bedeutung der Vorsorge-Untersuchungen informierten, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie die Heilungschancen bei Prostatakrebs aufzeigten. Ebenso kamen gutartige Erkrankungen der Prostata und Erektionsstörungen zur Sprache.

Viele Besucher sprachen den Veranstaltern ein großes Lob aus: "Ganz tolle Sache", "Ich blicke endlich mal durch und traue mich jetzt auch, zum Arzt zu gehen", "Ich kann meinen Freunden nur raten, macht Euch schlau, lasst die Vorsorge nicht schleifen!", lauteten Kommentare.

Durchschnittlich nehmen nur 15 Prozent der Männer ab 45 Jahre die Früherkennung in Anspruch. "Heute kommen Männer zwar früher zum Urologen, auch weil man sich traut, über Potenzprobleme zu sprechen. Das war früher fast ein Tabu. Die Bereitschaft zur Vorsorge hat sich verbessert, ist aber noch deutlich ausbaubar", sagt Klinik-Chef Dr. Uwe Stolzenburg. Im frühen Stadium sei Prostatakrebs, der häufigste Tumor bei Männern, gut heilbar. Trotzdem stehe er nach Lungen und Darmkrebs an dritter Stelle krebsbedingter Todesarten des Mannes.

Weitere Infos: www.begehbare-organe.de

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