Ernährungsmedizin

Lebensmittel zu teuer - fatale Konsequenzen

DAVOS (dpa). Die Welt sieht sich nach Ansicht der Geschäftsführerin des Welternährungsprogramms der UN (WFP), Josette Sheeran, einem "neuen Gesicht des Hungers" gegenüber. Lebensmittel seien zum Teil im Überfluss da, aber viele Menschen könnten sie sich nicht mehr leisten, sagt Sheeran.

Veröffentlicht: 25.01.2008, 05:00 Uhr

Die Ernährungslage für einen großen Teil der Menschen verschlechtere sich konstant, sagte Sheeran, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Diese könnten die Lebensmittel nicht mehr bezahlen, und unter ihnen seien "mehr arme Städter als die bisher bekannten Hungernden". Es gebe Nahrungsmittel, aber die Menschen könnten sie sich nicht beschaffen.

Für das WFP bedeuteten auch die steigenden Ölpreise eine neue Belastung für seinen Haushalt. "Wir schätzen, dass wir derzeit etwa 40 Prozent weniger Lebensmittel bereitstellen können als 2002, wenn wir den gleichen Dollaransatz zugrunde legen."

Und dies geschehe zu einer Zeit, in der sich die Zahl der Hungernden durch das Anwachsen der Weltbevölkerung vergrößere, so die WFP-Chefin. Im vergangenen Jahr hat die UN-Agentur Lebensmittel für 63,4 Millionen Menschen bereitgestellt.

Das WFP sucht in Davos, wo sich rund 2500 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik versammelt haben, Unterstützung. Weltbankpräsident Robert Zoellick will einen Aufruf weitergeben, da Hunger und Unterernährung auch die Erholung der Weltwirtschaft belasteten.

Mehr zum Thema

Ernährung

Sechs Mythen über Milch

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

DEGAM

S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden