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Lokales Östradiol bei trockener Scheide bewährt

DÜSSELDORF (sir). Scheidentrockenheit und Urogenitalatrophie bei Frauen in der Postmenopause und daraus resultierende sexuelle Probleme lassen sich durch lokale Therapie deutlich verringern. Bewährt hat sich Östradiol.

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Frauen werden zwar öfter als Männer von Ärzten auf mögliche sexuelle Probleme angesprochen, aber noch nicht oft genug, hat eine Befragung ergeben. Dabei helfe 30 bis 40 Prozent der Patientinnen mit Sexualstörungen schon das Gespräch, betonte Professor Uwe Hartmann aus Hannover.

Und für viele Probleme dieser Art gebe es eine effektive Pharmakotherapie. Dazu gehören zum Beispiel sexuelle Probleme durch atrophische Kolpitis, so Hartmann beim Fortbildungskongress der Frauenärztlichen BundesAkademie in Düsseldorf.

Die atrophische Kolpitis komme bei 61 Prozent der Frauen in der Postmenopause ohne Hormonersatztherapie (HRT), aber auch bei 27 Prozent der Frauen mit systemischer HRT vor, sagte Dr. Petra Stute aus Münster bei einem von Novo Nordisk unterstützten Symposium. Diese habe oft eine Dyspareunie zur Folge.

Zur Therapie eignen sich lokal anwendbare Östrogen-Präparate, so Stute. Nach einer Cochrane-Analyse seien die verschiedenen Applikationsformen wie Scheidenring, Vaginalcreme und Vaginaltabletten ähnlich gut wirksam. "Cremes sind allerdings nicht so gut akzeptiert wie Vaginalring und Tabletten, da sie selbst einen Ausfluss verursachen", meinte die Gynäkologin. Abzuraten sei von dem Versuch, Tabletten, die eigentlich für die orale Einnahme gedacht sind, vaginal anzuwenden.

Zur Verträglichkeit der lokalen Östrogentherapie zitierte Stute mehrere Studien, in denen die Patientinnen über unterschiedlich lange Zeiträume Östradiol, etwa Vagifem® Vaginaltabletten, in der Scheide applizierten. Mit einer solchen Behandlung bleibt die Östradiol-Serumkonzentration im postmenopausalen Bereich, und es fanden sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Endometriumkarzinome, wie Stute berichtete. Auch das Rezidivrisiko bei Patientinnen mit Mammakarzinom werde durch eine lokale Östrogentherapie offenbar nicht erhöht. Dies müsse aber noch in größeren klinischen Studien evaluiert werden.

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