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Machen Fertiggerichte doch nicht dick?

Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung hat Fertiggerichte genauer unter die Lupe genommen. "Fertiggerichte machen fett" - so einfach ist das nicht.

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Weniger Fleisch in Fertiggerichten für Babys - aber wenigstens machen Gerichte aus Glas, Dose und Karton offenbar nicht dick.

Weniger Fleisch in Fertiggerichten für Babys - aber wenigstens machen Gerichte aus Glas, Dose und Karton offenbar nicht dick.

© Michael Kempf / fotolia.com

DORTMUND (eb). Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt findet man die meisten Konsumenten von Fertiggerichten bei den Säuglingen, sagt Dr. Ute Alexy.

Rund 80 Prozent der sechs Monate alten Kinder erhalten ihren Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei aus dem Gläschen. Dabei haben die Hersteller im Laufe der letzten Jahre den Fleischanteil immer weiter bis auf das erlaubte Minimum von acht Gewichtsprozent reduziert.

Beim Vergleich von Säuglingen, die entweder Brei mit 8 oder mit 12 Prozent Fleischanteil erhielten, resultierte dies in einem signifikant unterschiedlichen Hämoglobingehalt im Blut. Diese Differenz kann vor allem bei Stillkindern relevant sein, die ohnehin latent durch Eisenmangel gefährdet sind.

Die These "Fertiggerichte machen fett" kam ebenfalls auf den Prüfstand. Dazu wurde auf die Teilnehmer der Langzeitstudie DONALD (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) zurückgegriffen, in der seit 1985 am FKE Daten zum Ernährungsverhalten und zum Wachstum von gesunden Kindern gesammelt werden.

Das Ergebnis überraschte: Ein höherer Konsum an Fertiggerichten korrelierte bei Kindern und Jugendlichen zwar mit dem Körperfettanteil, der Zusammenhang war aber nicht signifikant. Vielleicht ist das DONALD-Kollektiv aber auch nicht repräsentativ für diese Fragestellung, denn der Anteil der Fertiggerichte am Gesamtverzehr betrug nur 3 bis 7 Prozent.

Homepage des Forschungsinstituts für Kinderernährung

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