Rheuma

Manchmal genügt bei Rheuma eine Methotrexat-Therapie

PARIS (kat). Bei früher Rheumatoider Arthritis ist eine Kombitherapie aus einem TNFα-Blocker und Methotrexat (MTX) gegenüber der MTX-Monotherapie überlegen. Das haben mehrere randomisierte Studien belegt. Manchmal reicht dennoch eine alleinige MTX-Therapie.

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Manchmal genügt bei Rheuma eine Methotrexat-Therapie

© Fotos: Merckle Rheumatologie visuell, 3. Auflage

SWEFOT-Studie belegt: Initiale Methotrexat-Monotherapie kann ausreichen Patienten, die auf eine initiale Methotrexat-Monotherapie gut ansprechen, haben auch ohne Biological eine gute Prognose, hat Professor Ronald van Vollenhoven vom Karolinska Unikrankenhaus in Stockholm berichtet.

In einer multizentrischen Studie (SWEFOT) hatten alle 487 Patienten mit früher Rheumatoider Arthritis (RA) initial für drei bis vier Monate nur Methotrexat erhalten, wobei die Dosis zügig auf 20 mg pro Woche erhöht wurde. 144 Patienten sprachen gut an, was als DAS 28 (Disease Activity Score, Werte von 0 bis 20) von unter 3,2 definiert war. Sie wurden nicht für die anschließende kontrollierte Phase randomisiert, sondern erhielten weiter MTX und wurden für ein Jahr nachbeobachtet.

Nur je sieben Patienten wechselten auf ein anderes Basistherapeutikum (DMARD, Disease Modifying Anti-Rheumatic Drug) oder erhielten ein zweites DMARD zusätzlich zu MTX. Drei Patienten benötigten im weiteren Verlauf einen TNFα-Blocker.

Nach Vollenhovens Angaben konnten unter der MTX-Monotherapie bei diesen Respondern hervorragende DAS-Werte erzielt werden: Nach drei Monaten lagen sie bei 2,40, nach sechs bei 2,43 und nach zwölf Monaten bei 2,53. Zu diesen Zeitpunkten befanden sich 87, 79 sowie 75 Prozent der Patienten in einem Zustand niedriger Krankheitsaktivität. 61, 59 sowie 60 Prozent waren in Remission, hatten also einen DAS 28 unter 2,6. Damit waren die Ergebnisse zu allen Zeitpunkten signifikant besser als für alle anderen SWEFOT-Teilnehmer zusammengenommen.

Die Ergebnisse stützen die Vorstellung, dass ein initial gutes Ansprechen auf Methotrexat eine Subpopulation von Patienten mit früher Rheumatoider Arthritis definiert, die eine sehr gute klinische Ein-Jahres-Prognose haben. Für diese Patienten sei eine MTX-Monotherapie ausreichend, so Vollenhoven.

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