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Marker für die Neuromyelitis optica entdeckt

WIESBADEN (ner). Patienten mit Neuromyelitis optica müssen anders behandelt werden als Patienten mit Multipler Sklerose. Die Unterscheidung dieser Krankheiten ist manchmal jedoch schwierig. Japanische Forscher haben einen neuen Marker identifiziert.

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Es handelt sich um das Filament-Protein GFAP (Glial Fibrillary Acidic Protein), das auch in der Hirntumor-Diagnostik bedeutsam ist. Es kommt im Zytoplasma von Astrozyten vor und wird normalerweise nicht freigesetzt. Damit eigne es sich als Marker für astrozytäre Läsionen, sagte Professor Volker Limmroth aus Köln bei Neuro-Update in Wiesbaden.

Eine japanische Arbeitsgruppe hat das Protein bei neurologischen Erkrankungen getestet. Demnach weisen Patienten mit Neuromyelitis optica im Schnitt GFAP-Spiegel von knapp 2500 ng/ml im Liquor auf. Bei MS und anderen Erkrankungen ist der Spiegel nicht erhöht, abgesehen von der akuten disseminierten Enzephalomyelitis mit durchschnittlich 14 ng/ml (Neurology 2010: 75: 208).

Dies bestätige, so Limmroth, dass Neuromyelitis optica und MS unterschiedliche Erkrankungen seien und dass die Schädigung der Astrozyten bei Neuromyelitis wichtiger sei als die Demyelinisierung.

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