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Marx hatte Eiterbeulen vom Kettenrauchen

MARBURG (coo). Die schmerzhaften Eiterbeulen von Karl Marx (1818-1883) wurden durch exzessives Rauchen ausgelöst. Das haben Marburger Dermatologen mit Hilfe von klinischen Studien und historischen Befunden herausgefunden.

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"Die Hautstörung von Karl Marx kann als lehrreiches Beispiel für eine ernsthafte Folge des Rauchens dienen", sagen die Marburger Medizinprofessoren Rudolf Happle und Arne König.

Der berühmte Kommunist litt jahrelang an Eiterbeulen und chronischen Fisteln in den Achselhöhlen, Leistenbeugen und am After. In Briefen an seine Frau und an Friedrich Engels berichtete er selbst immer wieder von Furunkeln und Karbunkeln, die er zum Teil selbst aufschnitt, weil er nicht zum Arzt gehen wollte. Zugleich galt der Begründer des Marxismus seit seiner Studienzeit als extrem süchtiger Zigarrenraucher.

Erst im vergangenen Jahr wies der britische Dermatologe Sam Shuster nach, dass es sich bei der Krankheit um Hidradenitis suppurativa handelte - eine sehr schwere, chronische Hautstörung, die auch psychische Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann.

Jetzt haben Happle und König den wesentlichen Grund für Marx' rätselhafte Krankheit entdeckt. In einer von ihnen untersuchten Patientengruppe waren Raucher mit 89 Prozent weit überrepräsentiert. Da eine frühere Studie zu einem ähnlichen Ergebnis kam, halten die Marburger Hautärzte das Rauchen für eine wesentliche Ursache für das schmerzhafte Hautleiden. Als weiterer Faktor müsse aber eine erbliche Veranlagung hinzukommen.

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