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Brasilien

Massenimpfungen gegen Gelbfieber

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RIO DE JANEIRO. Nach der Zika-Epidemie im Vorjahr breitet sich in Brasilien in diesem Jahr Gelbfieber weiter aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es bisher 137 Tote. Sieben Bundesstaaten sind betroffen. Am Samstag bildeten sich in Rio de Janeiro lange Schlangen vor Gesundheitsstationen, die kostenlos gegen das Fieber impfen. Die Massenimpfungen sollen mit Hilfe von mehreren Millionen Impfdosen im ganzen Land ausgeweitet werden – am stärksten ist bisher der nördlich gelegene Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Gelbfieber tritt in tropischen Gebieten auf. In Südamerika sind besonders Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Peru betroffen. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bis zu 200.0000 Erkrankungs- und 60.000 Sterbefälle, die meisten in Afrika. Schon seit langem steht eine Impfung zur Verfügung, die für zahlreiche Länder empfohlen oder vorgeschrieben ist. In den vergangenen Jahren hatte es kaum Gelbfieber-Fälle gegeben im fünftgrößten Land der Welt, das unter einer starken Ausbreitung der Gelbfiebermücke Aedes aegypti in feuchtheißen Sommermonaten leidet.

Bis zu 1,5 Millionen Menschen steckten sich dagegen 2015/2016 mit dem ebenfalls von diesen Mücken übertragenen Zika-Virus an, das bei schwangeren Frauen schwere Schädelfehlbildungen (Microzephalie) beim Embryo verursachen kann. In diesem Jahr sind die Infektionszahlen nach Angaben der Regierung um rund 95 Prozent zurückgegangen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass einmal Infizierte als immun gelten.(dpa)

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