Mechanismus für epileptische Anfälle entdeckt

BONN (eb). Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn haben einen Mechanismus entdeckt, der beim Auftreten von epileptischen Anfällen beteiligt sein könnte.

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Der Transkriptionsfaktor "Egr1" regelt die Calcium-Kanäle in den Nervenzellen hoch und fördert damit die Ausbildung des Gleichtakts im Gehirn, der zu den Krampfleiden führt, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums (J Biol Chem 2012 May 4; 287(19): 15489-501).

Schon länger ist bekannt, dass an der Signalweiterleitung in den Nervenzellen des Gehirns sogenannte Calcium-Kanäle beteiligt sind. Diese sind so etwas wie Torwächter, die den Zutritt von Calcium-Ionen in die Nervenzelle regulieren.

Damit wird auch die elektrische Erregung der Gehirnzellen gesteuert - wenn sie sich im Takt synchronisiert, steigt die Gefahr für einen epileptischen Anfall.

Die Bonner Forscher haben nun entdeckt, dass der Transkriptionsfaktor "Egr1" (transcription factor early growth response 1) wie ein Schalter die Calcium-Kanäle in den Nervenzellen hoch reguliert und damit die Signalübertragung in den Gehirnzellen aktiviert.

Umgekehrt wirkt der Transkriptionsfaktor "REST" (repressor element 1-silencing transcription factor) dämpfend auf die Calcium-Kanäle und damit die Erregung der Nervenzellen.

Transkriptionsfaktoren bewirken das Auslesen eines speziellen Bereichs des Erbguts in der DNA und die Weitergabe der darin enthaltenen Befehle an die Zellen, die dann auf diese Botschaften reagieren.

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