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Mehr Biological-Therapie bei Arthritis gefordert

BARCELONA (gvg). Zu wenig Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) erhalten eine Therapie mit modernen TNFa-Blockern. Das hat der neue Präsident der Europäischen Rheumaliga EULAR, Professor Ferdinand Breedveld beklagt.

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"Wenn die Remission das Ziel unserer therapeutischen Bemühungen sein soll, dann müssten etwa 30 Prozent der Patienten mit Rheumatoider Arthritis mit TNFa-Blockern behandelt werden", sagte Breedveld beim Rheumatologen-Kongress EULAR in Barcelona. Dies werde heute in Europa nicht annähernd erreicht.

Um möglichst viele Arthritis-Patienten in eine Remission zu bringen, sei es erforderlich, das Krankheitsgeschehen engmaschig zu überwachen. Wenigstens alle zwei bis drei Monate sollte mit einem der gängigen RA-Scores die Krankheitsaktivität erfasst werden, so Breedveld bei einer vom Unternehmen Abbott unterstützten Veranstaltung. Werde das Therapieziel mit dem zunächst gewählten Basistherapeutikum - in der Regel Methotrexat (MTX) - nicht erreicht, müsse auf andere Arzneimittel umgestellt oder mit MTX in Kombination mit weiteren Basistherapeutika therapiert werden.

Als grobe Faustregel für die Praxis gab Breedveld vor: Kommen Patienten, die mit üblichen Basistherapeutika - einzeln oder kombiniert - behandelt werden, nicht in eine Remission, sollte die Therapie noch innerhalb des ersten Jahres nach der RA-Diagnose bei einer TNFa-Therapie angekommen sein.

"Wir haben mittlerweile Hinweise darauf, dass sich eine effektive Therapie im ersten Jahr nach der Diagnose besonders günstig auf den späteren Verlauf der RA auswirken könnte", sagte der Rheumatologe. Endgültig belegt sei das aber noch nicht. In jedem Fall lohne sich jedoch die Anstrengung, Patienten mit Rheumatoider Arthritis möglichst früh und dauerhaft in eine echte Remission zu bringen. Eine Remission gehe mit höherer Lebensqualität und weniger Ausfallzeiten im Job einher.

Mehr Infos: www.eular.org

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