Epidemie

Mehr als 900 Masern-Tote auf Madagaskar

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ANTANANARIVO/GENF. In Madagaskar sind mindestens 922 Menschen infolge von Masern gestorben, die meisten davon Kinder. Seit Beginn einer Epidemie im September hätten sich mehr als 66.000 Menschen mit dem Virus infiziert, erklärte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag. Die WHO und örtliche Behörden haben eine Impfkampagne begonnen, die gut sechs Millionen Kinder erreichen soll. Zudem sollen Behörden verstärkt die Bevölkerung aufklären und impfkritische Botschaften zurückweisen.

„Das Ausmaß der Masern-Epidemie und deren geografische Reichweite in Madagaskar sind sehr beunruhigend“, erklärt die WHO in einem Bericht.

Im Jahr 2018 doppelt so viele Infektionen

Weltweit hat sich die vorläufige Zahl der gemeldeten Masern-Erkrankungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, wie die WHO kürzlich mitteilte - und zwar auf 229.000 Fälle. Die tatsächliche Zahl dürfte aber über der Zwei-Millionen-Grenze liegen, sagte Katherine O’Brien, Direktorin der WHO-Impfabteilung. Die Zahl der gemeldeten Fälle für 2018 dürfte noch steigen.

Die frühere französische Kolonie Madagaskar ist ein Inselstaat vor der Südostküste Afrikas. Das Land mit rund 25 Millionen Einwohnern gehört einem UN-Index zufolge zu den 30 ärmsten Staaten der Welt. (dpa)

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