Direkt zum Inhaltsbereich

Oncopeptides

Melflufen jetzt auch über peripheren Venenzugang applizierbar

Durch die Option, Melflufen jetzt auch über einen peripheren Zugang verabreichen zu können, werden die Einsatzmöglichkeiten für die Arznei erweitert. Ein zentralvenöser Zugang ist verzichtbar.

Veröffentlicht:

München. Pepaxti® (Melphalanflufenamid; auch Melflufen genannt) konnte bisher ausschließlich über einen zentralvenösen Zugang infundiert werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat nun zugestimmt, dass die Arznei ab sofort auch über einen periphervenösen Zugang verabreicht werden kann, wie die Oncopeptides GmbH mitteilt.

Die entsprechende Empfehlung in der aktualisierten Fachinformation laute nun: Pepaxti® ist zur intravenösen Anwendung vorgesehen. Pepaxti® sollte als 30-minütige Infusion über einen peripher- oder zentralvenösen Zugang, wie z. B. einen peripher eingeführten zentralen Katheter (PICC) oder einen getunnelten zentralen Venenkatheter, gegeben werden. Bei peripherer Verabreichung wird empfohlen, die Infusionen über alternierende Venen zu verabreichen.

Di-Peptid und alkylierende Komponente

Melflufen ist in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung von Erwachsenen mit multiplem Myelom angezeigt, die zuvor mindestens drei Therapielinien erhalten haben, deren Erkrankung gegenüber mindestens einem Proteasom-Inhibitor, einem immunmodulatorischen Wirkstoff und einem monoklonalen CD38-Antikörper refraktär ist und die ein Fortschreiten der Erkrankung während oder nach der letzten Therapie gezeigt haben. Bei vorangegangener autologer Stammzelltransplantation sollte die Zeit bis zur Progression nach der Transplantation mindestens drei Jahre betragen.

Melflufen besteht aus einem Di-Peptid und einer alkylierenden Komponente, erinnert der Hersteller in seiner Mitteilung. Die Lipophilie ermögliche eine schnellere Aufnahme in die Zellen, während die durch Aminopeptidasen vermittelte Peptidhydrolyse zu einer Anreicherung der alkylierenden Komponenten in den Krebszellen führt. Dies führe zu einer verbesserten Wirksamkeit ohne erhöhte Toxizität im Vergleich zu Melphalan. Melflufen (Melflufen) hemme die Proliferation und induziere die Apoptose von hämatopoetischen und soliden Tumorzellen. In Kombination mit Dexamethason zeige es eine synergistische Zytotoxizität bei melphalanresistenten und nicht-resistenten Zelllinien des Multiplen Myeloms. (eb)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss

Aktive Überwachung

Prostatakrebs: Urintest kann Biopsien ersparen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Robert Koch-Institut

Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Lesetipps
Eine Frau sitzt mit einer brennenden Zigarette hinter dem Lenkrad ihres Autos.

© Peter Steffen/dpa

DEGAM-Kongress

Wie viele KHK-Patienten rauchen?

Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen