Neuer Ansatz für Alzheimer-Forschung

Mikroglia verlieren schützende Funktion

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FREIBURG. Ein Detail der Entstehung von Alzheimer-Demenz konnte jetzt ein Freiburger Forscherteam zeigen: Die Fresszellen des Gehirns (Mikroglia) verhindern zunächst die Ablagerung der Beta-Amyloid-Plaques, verlieren aber im Lauf des Lebens diese schützende Funktion, heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikums Freiburg .

Professor Knut Biber von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg und Privatdozentin Dr. Sabine Hellwig, Ärztin im Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg, konnten zeigen, dass Mikroglia die Entstehung der Beta-Amyloid-Plaques zunächst verhindern (Scientific Reports 2015; online 29. September).

Im Lauf der Zeit verlieren die Mikroglia jedoch diese schützende Funktion und lassen die Beta-Amyloid-Ablagerung geschehen. Dieser nachlassende Schutz scheint mit den Alterungsprozessen der Mikroglia in Zusammenhang zu stehen.

Damit ist ein zentraler Punkt gefunden, an dem die Alzheimer-Forschung ansetzen kann: "Sollten wir die Alterung der Mikroglia verlangsamen oder gar aufhalten können, könnte dies einen Schutz vor der Alzheimer-Erkrankung bedeuten", wird Biber in der Mitteilung zitiert.

Des Weiteren sei es den Wissenschaftlern gelungen, Beta-Amyloid-Plaques in einem Zellkultursystem entstehen zu lassen. Dies sei ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz: Die Entstehung der Plaques könne so mit weniger Tierversuchen erforscht werden. (eb)

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