Monotherapie zur Schlaganfall-Prävention

MÜNCHEN (sto). Bei Hochrisiko-Patienten mit Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) ist eine Kombinationsbehandlung mit Clopidogrel plus Acetylsalicylsäure (ASS) nicht wirksamer als Clopidogrel allein.

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Daran hat Professor Dirk Sander von der Neurologischen Klinik der TU München erinnert. Denn dies hat die MATCH-Studie (Management of Atherothrombosis with Clopidogrel in High Risk Patients with recent transient ischemic attack or ischemic stroke) ergeben.

In der randomisierten Studie, der bislang größten ihrer Art, wurde Clopidogrel (von Bristol-Myers Squibb als Iscover® angeboten) plus ASS oder Placebo und anderen Standardtherapien in beiden Therapiearmen zur Sekundärprävention nach TIA und Schlaganfall bei 7600 Patienten untersucht. Das hat Sander bei einem Workshop des Unternehmens in München berichtet. Die Patienten waren im Mittel 66 Jahre alt. 79 Prozent hatten einen ischämischen Schlaganfall erlitten, bei 21 Prozent war zuvor eine TIA aufgetreten. Weitere häufige Risikofaktoren waren Hypertonie, Diabetes mellitus und Hypercholesterinämie.

Mit Clopidogrel plus ASS trat bei 596 Patienten ein weiteres ischämisches Ereignis auf, mit Clopidogrel plus Placebo war dies bei 636 Patienten der Fall. Dieser Unterschied sei jedoch statistisch nicht signifikant, so Sander. Die MATCH-Studie hat auch ergeben, daß ASS bei Patienten, die Clopidogrel und andere Standardtherapien erhalten, zu mehr schweren, lebensbedrohlichen Blutungen führt als Placebo.

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