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Trauma-Bewältigung

NRW plant Netzwerk für alte Menschen

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KÖLN. Nordrhein-Westfalen will die Informations- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen mit Traumata ausbauen. Die Landesfachstelle "Trauma und Leben im Alter" hat sich zum Ziel gesetzt, ein Hilfenetzwerk aufzubauen, Betroffene zu begleiten sowie Information und Beratung für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte zu bündeln.

Oft werde nicht oder erst sehr spät erkannt, dass das Aufbrechen Jahrzehnte zurückliegender Traumata Ursache für Depression, Aggression und körperliche Leiden bei älteren Menschen sein kann, sagte Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne): "Die neue Landesfachstelle soll dazu beitragen, dass solche Traumata künftig schneller erkannt werden und professionelle Unterstützung organisiert wird", erläuterte sie.

400.000 Euro Finanzierung

Bei der Diagnose von Erkrankungen älteren Menschen würden Jahrzehnte zurückliegende Traumata zu oft nicht beachtet. Das Gesundheitsministerium finanziert die Stelle mit rund 400.000 Euro. Träger sind die Vereine Wildwasser Bielefeld und Paula Köln.

Nach Angaben des Ministeriums berichten 40 bis 50 Prozent der Menschen, die bis Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden, über traumatische Erfahrungen aus Zeiten des Krieges. Bei Frauen spielt zudem sexualisierte Gewalt eine Rolle.

Trotz des Ausmaßes waren die Folgen solcher traumatisierenden Erlebnisse lange ein gesellschaftliches Tabu. "Wir müssen das Schweigen und Verdrängen durchbrechen, in der älteren Generation besonders beim Thema sexualisierte Gewalt", betonte Steffens: "Traumatisierte brauchen Unterstützung, damit sie ihren Ängsten und verdrängten Erlebnissen begegnen können." (iss)

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Kommentare
Heidemarie Heubach 13.02.201711:40 Uhr

gut, aber reichlich spät!

- sind doch kaum noch Kriegsteilnehmer am Leben............
Meinem verstorbenen Vater hätte ich solche Hilfe gewünscht, doch es war wohl billiger, seine offensichtlichen Symptome unbeachtet zu lassen.

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