Gynäkologie

Nadeln gegen Beckenschmerz bei Schwangeren

GÖTEBURG (gwa). Schwangere Frauen, die Schmerzen im Beckengürtel haben, profitieren von einer Akupunktur-Therapie zusätzlich zu einer Standardtherapie. Das ergab eine Studie aus Schweden mit mehr als 380 Frauen.

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Viele Frauen haben in der Schwangerschaft Schmerzen im Beckengürtel. Die Schmerzen sind zwischen den hinteren oberen Beckenkämmen und den Gesäßfalten lokalisiert, vor allem um die Iliosakral-Gelenke herum.

Sie können in den hinteren Oberschenkel und in die Symphyse ausstrahlen. Betroffene können nicht lange stehen, laufen oder sitzen. Als Standardtherapie werden das Tragen eines Beckengurtes und Gymnastik zur Stärkung der Muskeln angeboten.

Dr. Helen Elden vom Kinder- und Frauenkrankenhaus in Göteburg in Schweden und ihre Kollegen prüften die schmerzlindernde Wirkung verschiedener Therapien bei mehr als 380 Frauen. Radomisiert erhielten die werdenden Mütter entweder die Standardtherapie allein, in Kombination mit Akupunktur oder mit einem speziellen Übungsprogramm.

    Mütter und Feten vertrugen Akupunktur gut.
   

Frauen in der Akupunktur-Gruppe erhielten zweimal wöchentlich eine 30minütige Nadelbehandlung. Puls der Feten sowie Puls und Blutdruck der Mütter wurden vor und nach Akupunktur kontrolliert. Die Behandlungen dauerten jeweils sechs Wochen (BMJ 330, 2005, 761).

Die Frauen führten ab einer Woche vor Beginn der sechswöchigen Therapie bis eine Woche nach Therapie-Ende ein Schmerztagebuch. Sie trugen morgens und abends die Stärke der bewegungsabhängigen Schmerzen ein, die sie anhand einer visuellen Analogskala bestimmten.

Im Vergleich zu den Frauen mit Standardtherapie (keine Änderungen der Schmerzstärke) waren bei Frauen der Akupunkturgruppe eine Woche nach Therapie-Ende die Schmerzen morgens im Median um ein Drittel und abends um mehr als die Hälfte reduziert.

Die Unterschiede waren im Vergleich zur Standardtherapie signifikant. Im Vergleich zur Gruppe mit zusätzlichem Übungsprogramm war die Reduktion der Schmerzen abends signifikant. Unerwünschte Effekte gab es in keiner Gruppe.

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