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Nano-Chip sagt Effekt von Medikamenten vorher

BASEL (eb). Forscher haben einen nanomechanischen Chip entwickelt, mit dem sich nachweisen läßt, ob Patienten auf Therapien ansprechen. So können auch Patienten erkannt werden, bei denen mit einer Unverträglichkeit zu rechnen ist.

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Der Grund dafür, daß Medikamente helfen oder nicht und ob sie vertragen werden, ist eine unterschiedliche genetische Ausstattung. Schweizer Wissenschaftler vom Swiss Nanoscience Institute (SNI) in Basel haben jetzt zusammen mit Forschern des Unternehmens Roche ein Verfahren entwickelt, das einen raschen und sensitiven Nachweis von krankheits- und therapierelevanten Genen ermöglicht. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Nanotechnology" veröffentlicht.

Die Methode erlaubt den Nachweis von aktiven Genen über die Messung ihrer Boten-RNA (mRNA). Um die zu einem bestimmten Gen gehörende mRNA aufzuspüren, werden kurze Nukleinsäurestücke als Sensoren auf winzige Federbalken aus Silizium gebracht. Die Federbalken sind nur 450 Nanometer dick. Bindet die gesuchte mRNA an ihr passendes Gegenstück auf einem der Federbalken, so führt dies zu einer mechanischen Verbiegung, die optisch gemessen wird.

Daß die nanomechanische Diagnostik zum schnellen Nachweis von Genmustern dienen kann, zeigen die Forscher in vitro an einer Tumorzellinie: darin wurde nach Interferonbehandlung ein für die Steuerung des Zellwachstums bedeutsames Gen untersucht.

Die nanomechanischen Sensoren kommen ohne eine Vervielfältigung der nachzuweisenden Moleküle aus wie sie etwa bei der Polymerase-Kettenreaktion nötig ist. Die Chip-Diagnostik ermöglicht dadurch wesentlich genauere Meßergebnisse und dauert nur wenige Minuten. Als nächstes soll die Methode für die klinische Anwendung weiterentwickelt werden, heißt es in einer Mitteilung von Roche.

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