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Diabetische Retinopathie

Netzhaut per Smartphone untersuchen

Eine Augenuntersuchung per Smartphone könnte in Drittländern helfen, eine Diabetische Retinopathie früh zu erkennen. Deutsche und indische Forscher haben in einer Studie untersucht, ob das klappt.

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Das Smartphone im augenärztlichen Einsatz: Dr. Maximilian W. M. Wintergerst (zweiter von rechts) schult augenärztliches Personal am Sankara Eye Hospital in Bangalore, Indien.

Das Smartphone im augenärztlichen Einsatz: Dr. Maximilian W. M. Wintergerst (zweiter von rechts) schult augenärztliches Personal am Sankara Eye Hospital in Bangalore, Indien.

© Universität Bonn

Bonn. Schäden der Netzhaut aufgrund von Diabetes gelten als häufigste Erblindungs-Ursache bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Eine Augenuntersuchung per Smartphone könnte in Schwellenländern helfen, die Veränderungen früh zu erkennen und zu behandeln, berichtet die Universität Bonn in einer Mitteilung.

Wissenschaftler der Hochschule haben zusammen mit indischen Kollegen vom Sankara Eye Hospital in Bangalore das Potenzial handelsüblicher Mittelklasse-Smartphones in einer Studie untersucht (Ophthalmology 2020; online 25. Mai).

„Am besten schnitt dabei in den Tests ein Adapter mit Speziallinse ab, der am Smartphone befestigt wird“, berichtet Dr. Maximilian W. M. Wintergerst von der Uni in der Mitteilung. „Mit ihm ließen sich fast 80 Prozent aller Netzhautveränderungen erkennen, auch in frühen Stadien.“

Zur Unterstützung wird jetzt eine App entwickelt. Damit wird für jeden Betroffenen eine verschlüsselte Patientenakte angelegt, mit den Aufnahmen und dem Befund des begutachtenden Mediziners. Außerdem arbeiten die Forscher an einer automatischen Vorauswertung der Aufnahmen mithilfe von künstlicher Intelligenz. (eb)

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