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Kongo

Neue Arzneien gegen Ebola im Einsatz

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Kongo setzt die Regierung auf fünf neue, bisher nicht abschließend erprobte Medikamente.

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BERLIN. Rund zwei Monate nach Beginn des zehnten Ebola-Ausbruches in der Demokratischen Republik Kongo ist die Epidemie nach wie vor nicht unter Kontrolle: Neue Fälle seien sowohl in großen Städten als auch in entlegenen Gebieten und weit entfernt vom Epizentrum der Epidemie aufgetreten, berichtet Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF).

Zum ersten Mal würden nun fünf neue, potenziell lebensrettende Medikamente bei der Behandlung von Ebola-Patienten eingesetzt. "Es ist gut, dass es inzwischen fünf vielversprechende Wirkstoffmoleküle gibt, auch wenn deren Wirksamkeit noch nicht abschließend wissenschaftlich bestätigt ist", wird Dr. Hilde de Clerk von MSF in der Mitteilung zitiert.

Mittlerweile sei sichergestellt, dass alle bestätigten Ebola-Fälle innerhalb von 24 Stunden nach einem positiven Testergebnis mit den neuen Medikamenten versorgt werden können. In Behandlungszentren eingerichtete Labore machten es zudem möglich, Blutproben von Verdachtsfällen sofort zu untersuchen.

Unmittelbar nachdem die kongolesischen Behörden den Ebola-Ausbruch erklärt hatten, sei zudem damit begonnen worden, Kontaktpersonen von Infizierten mit dem Ebola-Impfstoff rVSVDG-ZEBOV zu impfen, berichtet die Hilfsorganisation. Auch Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen, Bestattungsunternehmen oder Religionsvertreter seien geimpft worden, insgesamt etwa 13.750 Menschen.

Bislang wurden MSF zufolge im Kongo 181 Ebola-Fälle gemeldet, von denen 146 im Labor bestätigt wurden. 80 Menschen seien bislang an Ebola gestorben. (eb/bae)

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