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Neue Empfehlungen zur Therapie bei Harnwegsinfekten

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DRESDEN (ikr). Zur oralen Erstlinientherapie bei unkomplizierter Zystitis werden in der neuen S3-Leitlinie Fosfomycin-Trometamol, Nitrofurantoin und Pivmecillinam empfohlen. Die Empfehlung trägt nach Angaben von Privatdozent Florian Wagenlehner von der Uni Gießen auch der zunehmenden Resistenzentwicklung der Fluorchinolone Rechnung. Ziel sei, den Selektionsdruck auf die Substanzgruppe zu reduzieren.

Für die orale Erstlinientherapie bei akuter unkomplizierter Pyelonephritis werden jedoch Fluorchinolone empfohlen, und zwar in hoher Dosierung. Die neue Leitlinie zu unkomplizierten Harnwegsinfektionen wurde auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie vorgestellt und diskutiert. Der Goldstandard zur Diagnose des Harnwegsinfektes ist bei entsprechenden Beschwerden die quantitative Urinkultur und deren Beurteilung. Hierauf könne lediglich bei der Diagnose der unkomplizierten Zystitis bei ansonsten gesunden, nicht schwangeren Frauen in der Prämenopause verzichtet werden, so die Experten.

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