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Neue Leitlinien in der Neurologie veröffentlicht

Veröffentlicht:

Der rasante Fortschritt in der Neurologie macht die ständige Überarbeitung von Diagnostik- und Therapieempfehlungen nötig. 2002 gab die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) erstmals neuentwickelte Leitlinien in dem Band "Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie" heraus. Dieses Referenzwerk liegt nun in dritter überarbeiteter Auflage vor. Verfasser sind die Leitlinienkommission und 96 Arbeitsgruppen der DGN.

Dargestellt werden Leitlinien zu häufigen neurologischen Krankheitsbildern wie Epilepsien, zerebralen Ischämien oder Migräne aber auch zur seltenen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung und zu vaskulitischen Neuropathien. Mit Handlungsalgorithmen zu Alkoholdelir und Botulismus werden auch intensivmedizinische Aspekte in der Neurologie berücksichtigt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Abschnitt "Was gibt es Neues?". In der darauf folgenden Übersicht der wichtigsten etablierten Empfehlungen für das jeweilige Krankheitsbild wird das jeweilige Evidenzniveau angegeben. Die übersichtliche Darstellung der Materie in Text und Tabellen wird durch die Nennung der federführenden Expertengruppe und Literaturliste abgeschlossen.

Den wichtigsten Kapiteln hängt die Darstellung der diagnostischen und therapeutischen Handlungsabläufe in Form von Flußdiagrammen ("Clinical Pathways") an. In Zukunft sollen Leitlinien zur Diagnostik in einem gesonderten Band erscheinen. (skh)

Hans-Christoph Diener; Norman Putzki; Peter Berlit (Hrsg.): Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie": Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie . Thieme-Verlag, 3. Auflage 2005, 770 Seiten, 119,95 Euro, ISBN 3131324139.

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