Neue Techniken verbessern die chirurgische Arbeit

BERLIN (hae). Eine neue endoskopische Wundverschlusstechnik und ein intelligentes Nahtmaterial: Das sind die Siegerbeiträge in der internationalen Finalrunde des Ideenwettbewerbs "The Future of Sutures".

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Der in Berlin verliehene, mit insgesamt 400 000 Euro dotierte Preis zeigt, dass auch 100 Jahre nach Beginn der industriellen Fertigung sterilen Nahtmaterials bedeutende Innovationen beim chirurgischen Wundverschluss möglich sind. Das von der Münchner Chirurgin Dr. Sonja Gillen entwickelte Nietverfahren könnte künftig die Endoclips ersetzen.

Damit lassen sich Wunden im Magen- und Darmbereich durch zweikanalige Gastroskope oder Koloskope direkt und sicher verschließen, ohne dass die Gefahr besteht, Randgewebe zu verletzen, wie Gillen in Berlin berichtete. Mit diesem Verfahren hatte sich die Chirurgin vom Klinikum rechts der Isar bereits in der nationalen Ausscheidung des Wettbewerbs durchgesetzt.

Die leidvolle Erfahrung, dass speziell dünne Nahtmaterialien in der Mikrochirurgie oft reissen, hat den Diplomingenieur Wolfgang Steiner aus Linz in Österreich inspiriert. Das von ihm konzipierte Nahtmaterial unterscheidet sich äußerlich und in der Handhabung nicht von herkömmlichen Fäden. Es zeigt aber an, wenn der Faden zu reißen droht, und zwar durch Änderung von Farbe oder Transparenz, wenn die Zugbelastung grenzwertig wird. Beide Entwicklungen könnten nach Einschätzung der Erfinder bereits in wenigen Jahren zur Verfügung stehen.

An dem Wettbewerb hatten insgesamt 182 Einsender aus 27 Ländern teilgenommen. Die Gewinner der nationalen Wettbewerbe hatten sich jeweils für das Finale in Berlin qualifiziert. Unterstützt wurde der vom Unternehmen B. Braun aus Melsungen initiierte Wettbewerb von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, dem Royal College of Surgeons of England sowie der European Federation of Biotechnology.

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