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Neuer Ansatz: Yoga als Rezept gegen Vorhofflimmern

Ein regelmäßiges Yoga-Training kann anscheinend die Häufigkeit von Vorhofflimmern-Episoden verringern. In einer kleinen Studie halbierte sich deren Zahl unter dieser Maßnahme.

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Yoga - möglicherweise auch eine Art von Arrhythmie-Prophylaxe.

Yoga - möglicherweise auch eine Art von Arrhythmie-Prophylaxe.

© Margarita Borodina / Fotolia.com

NEW ORLEANS (MUC/eb). Yogaübungen dreimal pro Woche sind offenbar geeignet, die Zahl von Vorhofflimmer-Episoden zu halbieren. Das zumindest ist das Ergebnis einer kleinen Studie, die Dr. Dhanunjaya Lakkireddy aus Kansas City auf dem ACC-Kongress vorgestellt hat.

Auf die Idee, die Wirkung von Yoga auf den Herzrhythmus zu untersuchen, kam Lakkireddy durch eine Patientin. Ihre Herzrhythmusstörungen hatten sich signifikant verbessert, nachdem sie angefangen hatte, regelmäßig Yoga zu praktizieren.

An der Untersuchung nahmen 49 Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern teil. Während der ersten drei Monate waren die Studienteilnehmer aufgefordert, zunächst nur vermehrt jeglicher Art von körperlicher Aktivität nachzugehen, die ihnen Spaß machte und ihnen vertraut war.

In den dann folgenden drei Monaten nahmen die Patienten dreimal pro Woche an einem qualifizierten Programm teil, das Atem-, Yoga- und Entspannungsübungen sowie Meditation enthielt. Sie waren angehalten, diese Übungen auch zu Hause täglich vorzunehmen. Keiner der Patienten hatte zuvor Erfahrung mit dieser Art von Übungen. Die Probanden trugen während der Studie einen Monitor zur Aufzeichnung eventuell auftretender Flimmer-Episoden.

In der Zeit, in der die Patienten Yogaübungen praktizierten, reduzierte sich die Häufigkeit von Vorhofflimmer-Episoden von im Schnitt 3,8 auf 2,1 - was einer Reduktion um 45 Prozent entspricht. Die Zahl der gefühlten Episoden ("Phantom-Palpitationen"), bei denen keine Arrhythmie zugrundelag, reduzierte sich von 2,6 auf 1,4. Überhaupt keine Herzrhythmusstörungen hatten 22 Prozent der Patienten.

Abgesehen von der reduzierten Vorhofflimmerhäufigkeit verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten signifikant besonders hinsichtlich ihres Angst- und Depressionsindex.

"Es sieht so aus, als würde Yoga die Trigger, die Vorhofflimmern verursachen, abschwächen. Wir brauchen jedoch weitere Studien, um die Mechanismen genauer zu verstehen", so Lakkireddy auf einer ACC-Pressekonfrerenz. Eine mögliche Erklärung: Vermutlich reduziert Yoga systemische Entzündungsreaktionen und die endotheliale Dysfunktion. Es wirkt sich zudem günstig auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und Stress allgemein aus.

Allerdings könnten auf Basis einer Studie mit 49 Patienten keine definitiven klinischen Empfehlungen gegeben werden, räumte Lakkireddy ein. Auf jeden Fall sei Yoga kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie: "Wir sagen nicht, dass Yoga gegen alles hilft und empfehlen unseren Patienten selbstverständlich, ihre Medikamente weiter einzunehmen. Wir konnten jedoch einige beeindruckende Effekte zeigen", so der Forscher.

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