Darmbakterien

Neuer Ansatz zur Diabetes-Therapie

Veröffentlicht:

BERN. Darmbakterien können offenbar die Produktion von Hormonen anregen, welche Diabetes stoppen. Das berichtet ein internationales Team unter Beteiligung von Professor Andrew Macpherson vom Departement Klinische Forschung der Universität Bern (Science Express 2013, online 17. Januar).

Den Zusammenhang zwischen Diabetes und Darmbakterien wiesen die Forscher bei Mäusen nach, die zu Diabetes neigen. Sie entdeckten, dass Darmbakterien, insbesondere in männlichen Mäusen, biochemische Reaktionen auslösen, welche die Produktion von Hormonen anregen können.

Diese Hormone können die Entwicklung von Diabetes stoppen. Ein möglicher Therapieansatz: Die Darmbakterien könnten bei Kindern, die genetisch anfällig für Diabetes oder bereits daran erkrankt sind, gezielt zur Prävention oder Behandlung eingesetzt werden. (eb)

Mehr zum Thema
Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Rudolf Hege

Bekannter Zusammenhang

Der Zusammenhang zwischen dem Risiko der Entwicklung eines (Typ 1)-Diabetes ist nicht ganz neu (The perfect storm for type 1 diabetes (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18820210)

Frühe Störungen der Ausbildung der kindlichen Darmflora - beispielsweise durch Sectio - oder frühe Antibiosen erhöhen das Risiko einer Diabetes-Entwicklung.(Sapone A, de Magistris L, Pietzak M et al. Zonulin upregulation is associated with
increased gut permeability in subjects with type 1 diabetes and their relatives. Diabetes 2006; 55:
1443-1449)


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
DAK-Chef Andreas Storm

© Porträt: DAK-Gesundheit | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

DAK-Chef: „Das Prinzip Brechstange hat bei der Digitalisierung nicht funktioniert“

Die Prognose von intensivpflichtigen COVID-Patienten mit neurologischen Komplikationen ist ungünstig.

© patrikslezak / stock.adobe.com

PANDEMIC-Studie

Neurologische Komplikationen häufig Grund für COVID-Tod