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Darmkrebs

Nüsse können offenbar vor Krebs schützen

Nüsse könnten das Wachstum von Krebs im Darm reduzieren, berichten Forscher aus Jena.

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JENA. Inhaltsstoffe von Nüssen sind gut für das Herzkreislauf-System, sie schützen vor Übergewicht und Diabetes. Auch ihre protektive Wirkung vor Darmkrebs deutet sich in mehreren Studien an. Worauf diese beruht, haben jetzt Forscher im Dr. Wiebke Schlörmann vom Lehrstuhl für Ernährungstoxikologie an der Universität Jena untersucht. Danach aktivieren Nüsse offenbar die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies, berichtet die Universität in einer Mitteilung. Solche Substanzen, die etwa durch ultraviolette Strahlung oder verschiedene Chemikalien entstehen, können Zellschäden und in Folge Krebs begünstigen. "Der Körper verfügt aber über eine ganze Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen", so Schlörmann in der der Mitteilung. Diese werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt (Molecular Carcinogenesis 2017: online 12. Januar).

Untersucht wurde fünf Nusssorten: Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien. Die Nüsse wurden künstlich – im Reagenzglas – "verdaut". Die so entstandenen Verdauungsprodukte haben die Forscher anschließend auf ihre Wirksamkeit an Zelllinien untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass etwa die Aktivität der Schutzenzyme Katalase und Superoxiddismutase in den behandelten Zellen ansteigt. Zudem wird durch die Verdauungsprodukte in den behandelten Krebszellen die Apoptose induziert.

Die Forscher wollen nun herausfinden, ob die Schutzwirkung durch das Rösten der Nüsse beeinträchtigt wird. Da die meisten der untersuchten Nüsse vorwiegend geröstet verzehrt werden, lasse sich davon möglicherweise eine entsprechende Ernährungsempfehlung ableiten. (eb/eis)

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