Kommentar zur Chemo-Studie

Nur noch der Moment zählt

Von Dr. Christine Starostzik Veröffentlicht:

Diagnose: Krebs im Endstadium, Prognose: infaust. Was, wenn diesem Menschen niemand sagt, dass seine letzten Tage angebrochen sind? Wenn durch nutzlose Behandlungen ungerechtfertigte Hoffnungen aufrechterhalten werden?

Dass eine Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung mehr schadet als hilft, hat kürzlich eine US-Studie gezeigt. Wäre es in dieser Situation nicht sinnvoller, die verbleibende Zeit zu nutzen, um Frieden mit sich und der Welt zu schließen?

Damit ein Patient überhaupt entscheiden kann, ob er bis zur letzten Minute um sein Leben kämpfen oder sich in Ruhe verabschieden will, muss zunächst Klartext gesprochen und verstanden werden.

Doch gerade hier scheint es zuweilen zu hapern - Todgeweihte verdrängen, mancher Mediziner empfindet Tod als Niederlage.

Es ist wohl die schwerste Aufgabe eines Arztes, seinem Patienten erklären zu müssen, dass er an seiner Krankheit sterben wird. Mut brauchen dabei alle.

Der, der die Nachricht überbringt, und die, die sie aushalten müssen. Aber gerade diese Zeitspanne des letzten Abschieds kann unendlich wertvoll sein, so intensiv wie nur wenige andere Tage im Leben. Diese letzte Chance darf todkranken Menschen nicht durch ziellose Therapien genommen werden.

Lesen Sie dazu auch: Krebs im Endstadium: Chemo schadet eher

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen