IQWiG-Analyse

Physiotherapie-Nutzen bei HWS-Syndrom unklar

Wie lange und wie oft sollten Patienten mit einem Halswirbelsyndrom (HWS) Physiotherapie erhalten, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erreichen? Diese Frage konnte eine Studienanalyse im Auftrag des IQWiG nicht beantworten.

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Witten/Herdecke. Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke haben sich im Auftrag des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Frage beschäftigt, wie lange und wie oft Patienten mit einem Halswirbelsyndrom (HWS) Physiotherapie erhalten sollten, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erreichen.

Für den Health Technology Assessment-Bericht (HTA) konnten sie drei Studien zu unterschiedlichen Dosen physiotherapeutischer Maßnahmen berücksichtigen. Sie zeigten zwar grundsätzlich einen Nutzen unterschiedlicher Maßnahmen wie der Massage oder der Gruppentherapie im Bewegungsbad. Allerdings blieb der Einfluss der Dosis auf den Therapieerfolg unklar.

„Bisher fehlen qualitativ hochwertige und ausreichend lang durchgeführte Studien zum Vergleich unterschiedlicher Dosen physiotherapeutischer Maßnahmen, die beim HWS-Syndrom in Deutschland gängiger sind.“ Der Zusammenhang zwischen Dauer und Häufigkeit von physiotherapeutischen Maßnahmen und dem Behandlungserfolg bleibt damit unklar. (iss)

Bürger und Patienten bestimmen Prüfthemen

Im Jahr 2016 hat das IQWiG damit begonnen, über den „ThemenCheck Medizin“ Bürger und Patienten um Vorschläge für HTA-Berichte zu bitten. Jedes Jahr werden bis zu fünf Themen ausgewählt, externe Sachverständige nehmen dazu jeweils die wissenschaftliche Evidenz unter die Lupe.

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