KOMMENTAR

Oft wird vergessen, wie schlimm Influenza ist

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Die Influenza ist, was immer wieder verdrängt wird, keine harmlose Erkrankung, sondern eine sehr schlimme und schwere. Jedes Jahr sterben viele Menschen an Influenza; die Grippesaison 2002/2003 zum Beispiel war eine der schwersten seit langem. Allein in Deutschland starben, vor allem im Februar und März, etwa 16 000 Menschen an den Folgen der echten Virusgrippe. Das sind doppelt so viele wie in den Jahren zuvor.

Viele Menschen müßten aber nicht sterben, wenn es höhere Impfraten gäbe. Darüber sind sich Spezialisten einig. Und da bekannt ist, daß besonders Kinder und Jugendliche Mediatoren der Viren sind, sollten eigentlich auch sie geimpft sein.

In Japan wurde etwa festgestellt, daß die Übersterblichkeit in der Grippesaison dann abnahm, wenn viele Kinder geimpft waren. In Deutschland wird eine Impfung allerdings bislang nur für Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten empfohlen, bei Epidemien, oder wenn solche drohen.

Eine andere Möglichkeit, Grippe einzudämmen, ist eine rasche Therapie nach früher Diagnose mit Schnelltests. Die kosten allerdings über 20 Euro und werden von den Kassen nur zum Teil bezahlt.

Lesen Sie dazu auch: Jetzt sollte jedes Kind bei Verdacht auf Influenza getestet werden

Mehr zum Thema

STIKO-Empfehlungen

Handlungsbedarf bei Grippeschutz für Chroniker

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland

Kommende Grippe-Saison

Experten fordern Grippeimpfung in die Breite

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland

Impfen in der Praxis

Kinder gehören zu den Impfkandidaten

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen

Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung sind zwar hoch akzeptiert, aber komplett verzichten kann man auf die HbA1c-Messung (noch) nicht.

© stivog / stock.adobe.com

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Rezeptunterschrift? Immer eigenhändig. Immer!

© detailblick-foto / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Rezeptunterschrift gestempelt: Internist drohen 1,24 Millionen Euro Regress