Osteoporose-Test beim Zahnarzt

MANCHESTER (dpa). Osteoporose bei älteren Frauen lässt sich mit einem neuen Verfahren bereits auf Röntgenbildern von Zahnärzten erkennen, die routinemäßig gemacht wurden.

Veröffentlicht:

Dies berichtet ein Forscherteam in "Bone" (Online vorab). Die Wissenschaftler haben ein Computerprogramm entwickelt, das die Dichte der Kieferknochen auf normalen Röntgenbildern analysiert und Zahnärzte bei bedenklichen Werten informiert. Das Verfahren könnte nach Meinung der Forscher einen Schritt zur billigen Routineuntersuchung von Frauen auf Osteoporose bedeuten.

Zum Start der Studie sind 652 Frauen mit einem üblichen Standardtest auf Osteoporose untersucht worden. Dadurch wurden 140 Patientinnen identifiziert, berichtete Professor Keith Horner von der Universität Manchester. Mit dem automatischen Röntgentest sei die Hälfte der Betroffenen erkannt worden, so der Wissenschaftler.

In Alltagssituationen würden Zahn-Patientinnen mit bedenklichen Kieferknochenwerten nach Vorstellung der britischen Forscher für gezielte Osteoporose-Tests an einen Facharzt überwiesen. "Dieser billige, einfache und weitgehend automatisierte Ansatz zur Osteoporose-Erkennung könnte von jedem Zahnarzt ausgeführt werden, der Routine-Röntgenaufnahmen macht, betont der Wissenschaftler.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Retrospektive Untersuchung

Knie-CT liefert wohl auch Informationen zur Knochendichte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Patienten mit DMD profitierten von einer über 24-wöchigen Vamorolon-Therapie im Vergleich zu einer Therapie mit Prednison in Bezug auf das Längenwachstum

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [14]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Erstes dissoziatives Kortikosteroid zugelassen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Adipostas und deren Folgen sind zu einer der häufigsten Todesursachen geworden.

© Christian Delbert / stock.adobe.com

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen