Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Turboentlassung

Patient auf der Strecke

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Um sieben Uhr morgens in die Klinik zur Leistenbruch-Op, am späten Nachmittag schon wieder zu Hause: Viele chirurgische Kliniken werben auf ihrer Homepage für ambulante Eingriffe.

Dabei werde weniger in das Alltagsleben der Patienten eingegriffen, ganz zu schweigen vom geringeren Risiko einer Krankenhausinfektion. Alles in allem führe das ambulante Operieren zu einer schnelleren Genesung.

Die Versprechungen scheinen jedoch nur für einen Teil der Patienten zu gelten; darauf hat jetzt ein Ärzteteam aus Kanada hingewiesen. Wer jung und abgesehen von der Op-Indikation gesund ist, mag danach schnell wieder auf die Beine kommen. Für viele ältere Menschen geht es jedoch erst einmal bergab.

Noch zwei Monate nach dem Eingriff - meist waren es Hernien- oder Gallenoperationen - fühlte sich jeder dritte Studienteilnehmer stärker in seiner Lebensqualität beeinträchtigt als zuvor. Die Betroffenen bewegten sich weniger, vielen machte zudem die Op-Wunde zu schaffen.

Die kanadische Studie hat eines gezeigt: Man kann Senioren nach einer Op nicht einfach nach Hause schicken und sagen: "Sieh zu, wie Du zurechtkommst."

Die "Fast-Track-Chirurgie" mag aus Klinik-Sicht attraktiv, weil kostensparend, sein, aber sie darf nicht dazu führen, dass der Patient auf der Strecke bleibt.

Lesen Sie dazu auch: Nach Operation: Turboentlassung macht oft Probleme

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Praxis Update 2026

Rheuma: Erst der Entzündungsnachweis, dann die Antikörper-Diagnostik

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt

Patienten häufig überwässert

Praxistipps zur Hyponatriämie: „Trinken nur bei Durst!“

Lesetipps
Ein Kleinkind kratzt an einem juckenden Ausschlag in der Nabelregion.

© shangarey / stock.adobe.com

Hausärztin gibt Tipps

Darauf ist in der Kommunikation mit Skabies-Patienten zu achten

Nicht alles können Ärzte in der Rheumatologie delegieren – die strukturierte Vorbereitung einer Anamnese allerdings schon.

© auremar / stock.adobe.com

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht