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Patienten mit Reflux haben keine eingeschränkte Lebenserwartung

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ROCHESTER (ob). Beruhigende Nachricht für Patienten mit gastroösophagealem Reflux: Nach Daten einer neuen Studie haben sie wegen ihrer Reflux-Beschwerden keine negativen Auswirkungen auf die Lebenserwartung zu befürchten.

Unspezifischer Brustschmerz, saures Aufstoßen und Sodbrennen mögen lästig sein, haben aber meist benignen Charakter.

Unspezifischer Brustschmerz, saures Aufstoßen und Sodbrennen mögen lästig sein, haben aber meist benignen Charakter.

© Foto: CGC GmbH

Grund für die Befürchtung, dass die gastrointestinale Refluxkrankheit (GERD) die Lebenserwartung mindern könnte, ist das erhöhte Risiko für Adenokarzinome des Ösophagus. Ungeachtet dieses augenscheinlich insgesamt geringen Risikos habe GERD bei der großen Mehrheit benignen Charakter, folgern die Studienautoren um Dr. Nicholas Talley von der Mayo-Klinik in Rochester aus ihren Ergebnissen.

In der von US-Forschern initiierten Studie war zwar die 10-Jahres-Überlebensrate bei Personen, die täglich unter Symptomen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit litten, etwas niedriger als bei Personen ohne jegliche Refluxbeschwerden. Dagegen hatten Personen, bei denen die GERD-Symptome weniger häufig (mindestens einmal pro Woche oder sehr selten) auftraten, sogar eine höhere Lebenserwartung als symptomfreie Personen.

Für die Studie hat die US-Forschergruppe um Talley zwischen 1988 und 1993 Tausende US-Bürger nach möglichen GERD-Beschwerden befragt (Am J Gastroenterology, 103, 2008, 12). Insgesamt 5288 Personen (über 70 Prozent der Befragten) machten dazu Angaben. In Abhängigkeit von der Häufigkeit der Symptome wurden sie in vier Gruppen (GERD-Symptome täglich, mindestens einmal pro Woche, selten oder nie) eingeteilt.

In der Subgruppe der symptomfreien Personen (35 Prozent der Befragten) betrug die Sterberate nach zehn Jahren 17 Prozent. Im Vergleich dazu war diese Rate in der Subgruppe mit täglichem Sodbrennen (2 Prozent der Befragten) leicht, aber nicht signifikant erhöht (relative Risikoerhöhung: 16 Prozent).

Wöchentlich, aber nicht täglich (13 Prozent) sowie selten (40 Prozent) verspürte GERD-Beschwerden waren dagegen mit einem signifikant niedrigeren Mortalitätsrisiko assoziiert. Diese eher leichten Refluxbeschwerden könnten eine mögliche Folge gesundheitsförderlicher Aktivitäten wie Sport oder moderater Alkoholkonsum sein, spekulieren die Autoren.

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