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Patientenpartner-Programm hilft bei Rheuma-Diagnostik

WIEN (kat/gvg). Bei Anamnese und körperlicher Untersuchung von Patienten, denen Kreuz oder Gelenke weh tun, muß an alles Wichtige gedacht und stets die optimale Untersuchungstechnik angewendet werden. Beim Patientenpartner-Programm kann dies gelernt werden. Schon 2006 sollen zur Zielgruppe des ursprünglich für Medizinstudenten entwickelten Schulungsprogramms auch Hausärzte gehören. Das ist, wie schon kurz gemeldet, beim Rheumatologen-Kongreß in Wien berichtet worden.

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Beim Patientenpartner-Programm werden geschulte Patienten, etwa Patienten mit Kniebeschwerden, anamnestisch befragt und anschließend untersucht. Danach gibt der Patient dem Untersucher eine konstruktive Rückmeldung. Etwa dazu, ob die Intensität, mit der er zur Prüfung der Schmerzhaftigkeit auf bestimmte Gelenkbereiche gedrückt hat, angemessen war oder ob er einen Befund übersehen hat. Die Einordnung der Beschwerden und damit die Therapie wird so erleichtert.

Das Schulungsprogramm ist ursprünglich entwickelt worden, um Medizinstudenten die Diagnostik bei Patienten mit chronischer Polyarthritis zu vermitteln. Es ist jetzt für Hausärzte erweitert worden und zwar durch die Arthritis Action Deutschland (AAD), einer von Pfizer unterstützten internationalen Experten-Taskforce, die sich die Aufklärung von Ärzten und der Bevölkerung über entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen auf die Fahnen geschrieben hat. Berücksichtigt werden jetzt alle Erkrankungen des Bewegungssystems, also etwa auch Arthrose, Rückenschmerzen und Gicht.

Schulungen finden bisher nur am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main bei Professor Joachim Kaltwasser statt. Mit den dort ausgebildeten "Patientenpartnern" wird zunächst die Ausbildung von Studenten in den Kursen Rheumatologie bereichert. Im nächsten Jahr sollen zur Zielgruppe auch Hausärzte gehören, die sich rheumatologisch fortbilden.

Im Zusammenhang mit der Arthritis Action Deutschland soll das Schulungsprogramm jetzt zunächst auch in Hannover und später auch an anderen Orten etabliert werden. In Hannover ergänzt es dann das Frühdiagnose-Programm am Regionalen Kooperativen Rheumazentrum. Die Initiative von Professor Henning Zeidler und Dr. Jan Hülsemann ermöglicht Hausärzten, Patienten mit Verdacht etwa auf rheumatoide Arthritis rasch vorzustellen.

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