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Plädoyer für Mammographie plus Ultraschall zur Brustkrebsvorsorge

STUTTGART (ars). Bei hoher Gewebedichte der Brust ist die Mammasonographie zusätzlich zur Mammographie ein Muß. Aber auch bei gut durchsichtigem Gewebe kann sie eine ideale Ergänzung sein. Darauf hat jetzt Dr. Christian Weismann aus Salzburg beim Senologie-Kongreß in Stuttgart hingewiesen.

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Wie er erläuterte, beträgt die Sensitivität der Mammographie nur 85 Prozent. Macht man aber zusätzlich eine Ultraschallaufnahme, erhöht sich die Empfindlichkeit auf 95 Prozent. Weismann belegte auf der 25. Jahrestagung der Österreichischen, Schweizerischen und Deutschen Gesellschaft für Senologie anhand von Beispielen, daß manche Herde eines invasiven Mammakarzinoms nur mit Ultraschall zu entdecken sind, beim Röntgen dagegen unauffällig bleiben.

Dies gilt beim invasiven Duktalkarzinom (DCIS) meist für die Gewebedichten ACR 2 bis 4. Bei diesem Kürzel handelt es sich um die Kategorien des American College of Radiology, die von gut durchsichtig und beurteilbar (ACR 1) bis extrem dicht (ACR 4) reichen.

In manchen Fällen unterscheidet sich die Aussagekraft beider Untersuchungsmethoden nur wenig voneinander: Mit Ultraschall lassen sich bereits 75 Prozent der DCIS nachweisen, mit der Mammographie 86 Prozent. Insgesamt ist der Ultraschall bei einigen Fragestellungen wie Zysten oder gutartigen Geschwulsten meist besser als die Mammographie, bei anderen, etwa bösartigen Geschwulsten, gleichwertig, bei Ablagerungen von Mikrokalk jedoch schlechter.

Voraussetzung für die Güte der Sonographie ist eine optimale technische Ausrüstung, etwa eine hochauflösende 7,5 Megahertz-Sonde. Unerläßlich ist weiterhin eine standardisierte Untersuchungstechnik, die ein lückenloses Abtasten der gesamten Brust garantiert: Dazu wird der Schallkopf zunächst vom Rand zur Mitte geführt, dann in einer kreisförmigen Bewegung und schließlich mäanderförmig abwechselnd von rechts nach links.

In der Nachsorge von Brustkrebs-Patientinnen hat die Mammasonographie nach Angaben von Professor Friedrich Degenhard aus Bielefeld offiziell noch keinen Stellenwert - obwohl sie effizient und kostengünstig sei.

Außerdem akzeptierten die Patientinnen, die oft schon eine Strahlentherapie hinter sich haben, dieses Untersuchungsverfahren besser als die Mammographie. Der Ultraschall eigne sich zum Beispiel besonders zum Nachweis von Thoraxwand-Metastasen, von denen ein Fünftel palpatorisch nicht zu erfassen sei.

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