Pluspunkte für Therapie mit Fluvastatin

DRESDEN (gvg). Was sind die Risikofaktoren für Muskelschmerzen bei einer Statin-Behandlung? Dies ist in der französischen PRIMO-Studie untersucht worden. Außer der Anamnese war auch die Art der Statintherapie relevant.

Veröffentlicht:

Über die Ergebnisse der PRIMO-Studie (Prédiction du Risque Musculaire en Observationnel) hat Professor Winfried März von der Universität Graz bei einer Kardiologie-Tagung in Dresden berichtet. In die Querschnittsuntersuchung einbezogen wurden 7924 Patienten, die wegen Hypercholesterinämie mit Statinen behandelt wurden. Sie mußten zuvor drei Monate lang konstant ein Statin eingenommen haben.

Insgesamt berichteten zehn Prozent der Studienteilnehmer über Muskelbeschwerden. In der Multivarianzanalyse wurden mit der Entwicklung von Muskelsymptomen in Verbindung gebracht: Muskelbeschwerden in der Vorgeschichte, eine Neigung zu Muskelkrämpfen ohne äußeren Anlaß, Muskelbeschwerden in der Familie und eine unbehandelte Hypothyreose.

"Ein unabhängiger Faktor für Muskelsymptome war aber auch die Art des verwendeten Statins", sagte März auf der von den Firmen Novartis und Astellas unterstützten Veranstaltung. Am günstigsten habe Fluvastatin 80 mg retard abgeschnitten: Fünf Prozent der Patienten berichteten bei dieser Therapie über Muskelbeschwerden. Bei anderen Statinen waren es zwischen zehn und 18 Prozent.

März bringt diese Beobachtung mit der Retardformulierung des Fluvastatins in Zusammenhang. Dadurch werde die im Blut auftretende Maximalkonzentration des Wirkstoffs gemindert, ohne daß sich etwas an der Wirksamkeit ändere. Fluvastatin ist das einzige Statin mit Retardformulierung, die von Novartis als Locol® 80 mg retard und von Astellas als Cranoc® 80 mg retard vertrieben wird. Durch die Retardierung könnten die Präparate auch morgens eingenommen werden, so März.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche