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Pneumokokken-Impfung schützt vor Pneumonie-Komplikationen

NEU-ISENBURG (eis). Mit der Pneumokokken-Impfung lassen sich alte Menschen wirksam vor Komplikationen einer Lungenentzündung schützen. Das haben spanische Ärzte jetzt erneut in einer Studie bestätigt. Die Daten sollten Kollegen ermutigen, über 60jährige und chronisch Kranke verstärkt zu impfen.

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Bei 554 Erwachsenen mit Pneumokokken-Pneumonie wurde in einer Studie der Krankheitsverlauf analysiert, wie Analia Mykietiuk vom Hospital Universitari de Bellvitge in Barcelona und ihre Kollegen berichten (Eur J Clin Microbiol Infect Dis 25, 2006, 457). Die Patienten waren zwischen 1995 und 2004 an der Klinik behandelt worden. 61 von ihnen waren gegen Pneumokokken geimpft.

Ergebnis: Bei den Ungeimpften verlief die Pneumonie im Mittel schwerer, obwohl die Patienten im Mittel neun Jahre jünger waren als Geimpfte (65 vs. 74 Jahre) und weniger von ihnen aufgrund von Vorerkrankungen wie COPD oder Diabetes zu Hochrisikogruppen gehörten (57 vs. 72 Prozent).

Die Ungeimpften waren im Median nach zwei Tagen fieberfrei (Geimpfte ein Tag), hatten fünf Tage Husten (Geimpfte 4,5 Tage), vier Tage Brustschmerzen (Geimpfte drei Tage) und mußten im Median neun Tage in der Klinik bleiben (Geimpfte acht Tage). 35 Prozent der Ungeimpften hatten zudem eine Bakteriämie im Vergleich zu 16 Prozent der Geimpften. Ein Geimpfter (1,6 Prozent) und 27 Ungeimpfte (6,2 Prozent) sind an der Pneumonie gestorben.

Nach einer aktuellen Umfrage ist in Deutschland nur jeder fünfte über 60jährige gegen Pneumokokken geimpft.

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