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Psychotherapien in der Gruppe erleben in Rheinland-Pfalz großen Zulauf

In Rheinland-Pfalz liegen die prozentualen Zuwächse bei Gruppen-Psychotherapien deutlich über dem Bundesschnitt. Treiber sind Corona, weltweite Krisen - und vor allem die Flut im Ahrtal.

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Mainz. Psychotherapien vor allem in Gruppen erleben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zufolge seit der Corona-Pandemie Zulauf. In Rheinland-Pfalz liegen die prozentualen Zuwächse sogar noch deutlich über dem Bundesschnitt, wie die KV des Landes am Montag in Mainz mit. So seien die Behandlungsfälle bei Einzeltherapien vom zweiten Quartal 2022 bis zum zweiten Quartal 2023 um gut fünf Prozent gestiegen - von 46 175 auf 48.501.

In der Gruppentherapie habe der Zuwachs sogar bei 50,9 Prozent gelegen (auf 2305 Fälle). Zum Vergleich: Deutschlandweit habe das Plus bei den Einzeltherapien rund 3,1 Prozent (auf 1,07 Millionen) betragen und bei den Gruppentherapien 35,4 Prozent (auf 70.000).

Gruppentherapien verkürzen die Wartezeit

„Hier kommen Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Flut im Ahrtal und der weltweit zunehmenden Krisen zusammen“, sagte KV-Vorstandsmitglied Peter Andreas Staub. „Die Menschen brauchen professionelle psychotherapeutische Hilfe, die sie in den Praxen der Kolleginnen und Kollegen finden.“ Da bei einer Gruppentherapie mehrere Patientinnen und Patienten gleichzeitig behandelt werden, können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mehr Therapieplätze anbieten. Das verkürze die Wartezeit.

Die Zahl der Therapeuten, die Gruppentherapien anböten, sei auch deutlich gestiegen, von 69 im zweiten Quartal 2021 auf 165 im dritten Quartal 2003. Die KV fördere diese Zusatzqualifikation der Therapeuten mit bis zu 2500 Euro. (dpa)

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