HNO-Krankheiten

Rechner ermittelt Risiko für Hörverlust

KÖLN (acg). Kellner in einer großen Diskothek oder Arbeiter auf einer Baustelle - nicht nur ältere Menschen sind von Hörschäden betroffen. Laute Musik oder Kreissägen und Presslufthammer können das Hörvermögen schon im jungen Alter schädigen.

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Wie hoch das persönliche Risiko ist, später einmal Schwierigkeiten mit dem Hören zu bekommen, können Interessierte mit einem kostenlosen Hörverlust-Rechner im Internet ermitteln. Wer wissen möchte, wie wahrscheinlich es ist, dass er in den nächsten zehn Jahren schwerhörig ist, kann neun Fragen zu individuellen Risikofaktoren beantworten.

Der Rechner bezieht unterschiedliche Parameter in die Risikoberechnung ein, etwa Diabetes, Nikotinkonsum oder Bluthochdruck. Sie können das Hörvermögen ebenso schädigen wie hohe Lärmbelastung am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Entwickelt hat das System das Unternehmen Geers Hörakustik in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lübeck. "Wir hoffen, die Menschen mit dem Rechner für das Thema zu sensibilisieren, da sie sich unserer Meinung nach viel zu wenig damit beschäftigen", sagt Hörgeräteakustiker Thomas Müller, der den Rechner mit entwickelt hat. Wenn sich Betroffene dennoch damit auseinandersetzen, sei die Angst oft hoch, zu einem Arzt zu gehen. "Der Rechner bietet eine erste anonyme Möglichkeit, sein Hörvermögen zu testen", so Müller. Sagt das Ergebnis eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine baldige Hörminderung voraus, wird den Nutzern empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

www.hoerverlust-rechner.de

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