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Kommentar

Rehabilitation des Salzstreuers?

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:

Finger weg vom Salzstreuer! Das Pochen auf eine salzarme oder zumindest salzreduzierte Kost gehört seit jeher zu den ernährungsmedizinischen Glaubenssätzen, wenn es um die diätetische Behandlung und Prävention von Bluthochdruck geht.

Dabei ist die Evidenz aus prospektiven Langzeitstudien, die den vorbeugenden Effekt einer Befolgung dieser Empfehlungen auf kardiovaskuläre Ereignisse belegen, nicht gerade überwältigend.

Dennoch hält etwa die WHO in offensichtlicher Annahme einer linearen Beziehung zwischen Salzkonsum und kardiovaskulärem Risiko am Grundsatz "je weniger, desto besser" fest und empfiehlt eine strikte Reduktion des Salzkonsums.

Geradezu ketzerische Ergebnisse aus neuen Studien kratzen aber zunehmend am Lack der vermeintlichen Gewissheit über die wohltuende Wirkung einer kochsalzarmen Diät. Dazu zählt auch eine aktuelle Untersuchung, deren Ergebnisse nahelegen, dass nicht nur hohe, sondern auch niedrige Salzzufuhr die Lebenserwartung verkürzen könnte.

Ob vor allem Personen mit durchschnittlicher Salzzufuhr gesundheitlich davon profitieren, wenn sie die tägliche Salzaufnahme noch weiter drosseln, erscheint im Licht dieser Ergebnisse ungewisser denn je.

Lesen Sie dazu auch: Zu viel Salz ist schlecht - zu wenig auch

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