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KOMMENTAR

Reiseberater müssen wissen, was los ist

Von Ursula Armstrong Veröffentlicht:

Reisemedizinische Beratung ist interessant und macht Spaß - schließlich reist man immer ein wenig mit. Sie bringt als IGeL-Angebot Geld in die Kassen. Aber sie ist auch anspruchsvoll. Wer reisemedizinische Gesundheitsberatung anbietet, sollte sich ständig informieren und auf dem laufenden sein, was in den Reiseländern so los ist. Nur mal schnell in einem Handbuch von vor zwei Jahren nachzuschlagen, reicht eben nicht.

Aktuelles Beispiel Jamaica. Die Karibik-Insel ist seit 1966 als malariafrei zertifiziert. Doch nun breitet sich dort Malaria tropica aus. Seit Ende September sind bereits 56 Menschen infiziert, unter ihnen auch ein Tourist. Das hat natürlich Konsequenzen für die reisemedizinische Beratung.

Immerhin reisen pro Jahr etwa 18 000 Touristen aus Deutschland auf die Rum- und Zucker-Insel, die Harry Belafonte besungen hat. Noch wird zwar keine Chemoprophylaxe für Jamaica empfohlen. Doch Touristen müssen Bescheid wissen, daß die Insel nicht mehr malariafrei ist und daß sie sich in den betroffenen Gebieten gut vor Mücken schützen müssen.

Ein Reisemedizin-Kurs, wie er für Berater vorgeschrieben ist, ist ein gutes Fundament. Doch sollte man sich jedesmal über die aktuelle Situation informieren.

Lesen Sie dazu auch: Malaria tropica breitet sich auf Jamaica aus

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