Malaria tropica breitet sich auf Jamaica aus

DÜSSELDORF (ug). Nach mehr als 40 Jahren breitet sich auf Jamaica wieder autochthone Malaria tropica aus. Seit 1966 ist die Karibik-Insel als malariafrei zertifiziert.

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56 Menschen haben sich zwischen dem 27. September und dem 13. Dezember auf Jamaica mit Plasmodium falciparum infiziert, teilt der Reisegesundheits-Service TravelMED aus Düsseldorf auf seiner Website mit.

Bei einem Patienten handelt es sich um einen US-Touristen, der sich vom 29. Oktober bis zum 6. November auf der Insel aufgehalten hat. Betroffen sind die Stadt Kingston und die Provinz St. Catherine. In den Infektionsgebieten sind ausdehnte Feuchtbiotope, ideale Brutgebiete für die Überträgermücken. Bekämpfungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet.

Jamaika wird jedes Jahr von etwa 18 000 Touristen aus Deutschland besucht. Eine regelmäßige Chemoprophylaxe sei für Touristen unter normalen Reisebedingungen nicht indiziert, so TravelMED (wir berichteten).

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt sie derzeit allerdings temporär für Reisende, die in Kingston übernachten. Mittel der Wahl sei dann Chloroquin. Die meisten europäischen Berater hätten sich dem nicht angeschlossen, so die Düsseldorfer Reisemediziner. Wichtig ist aber, Jamaica-Touristen guten Mückenschutz ans Herz zu legen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Reiseberater müssen wissen, was los ist

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