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Rheuma-Mittel senkt HbA1c-Wert bei Diabetikern

ZÜRICH (ddp). Mit dem bei Rheuma-Patienten genutzten Interleukin-1-beta-Rezeptor-Antagonisten Anakinra lassen sich offenbar bei Typ-2-Diabetikern der Blutzuckerstoffwechsel und die Betazellfunktion verbessern.

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Den therapeutischen Nutzen des Hemmstoffs hat die Gruppe um Professor Marc Donath von der Uni Zürich in einer kleinen Placebo-kontrollierten Studie überprüft. Hintergrund: Bei Typ-2-Diabetes ist die Synthese des Antagonisten in den Betazellen verringert. In der vor drei Jahren begonnen Studie erhielt von 70 Typ-2-Diabetikern die eine Hälfte Anakinra verabreicht, die andere Placebo.

Bereits nach einer Woche kam es in der Verumgruppe zu einer deutlichen Verbesserung des Blutzuckerstoffwechsels, die während der gesamten Studiendauer von drei Monaten anhielt. Nach 13 Wochen lag der HbA1c-Wert um fast 0,5 Prozentpunkte niedriger als in der Vergleichsgruppe (NEJM 356, 2007, 1517).

Bei den Patienten sei zudem nicht nur die Insulinproduktion verbessert worden, es seien auch Entzündungsfaktoren wie das C-reaktive Protein gehemmt worden, die für Komplikationen von Diabetes von Bedeutung sind. Die Therapie wurde gut vertragen. Auf Grundlage der Ergebnisse sind jetzt weitere Studien geplant.

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