Direkt zum Inhaltsbereich

Rheumaverdacht ist ein dringender Notfall

MÜNCHEN (eb). Eine neu überarbeitete Leitlinie zum Management der frühen rheumatoiden Arthritis hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) bei ihrem Kongress in München vorgestellt.

Veröffentlicht:

Rheumatoide Arthritis (RA) beginnt meist mit einer schmerzhaften Schwellung eines oder mehrerer Gelenke, die mit Morgensteifigkeit einhergeht. "Nicht selten kommt es auch zu grippeähnlichen Allgemeinbeschwerden", so Professor Matthias Schneider vom Uniklinikum Düsseldorf, der die Leitlinie mit verfasst hat.

Ein Verdacht auf RA erhärtet sich, wenn die Entzündung länger als sechs Wochen anhält. Für die Abklärung der Beschwerden enthält die Leitlinie einen klaren Handlungspfad für Hausärzte.

"Unser Ziel ist es, dass alle Neuerkrankten binnen zwölf Wochen fachgerecht behandelt werden", so Schneider in einer Mitteilung der DGRh. Davon sei man noch weit entfernt.

Bisher dauere es im Mittel 13 Monate, bis Betroffene zu einem Rheumatologen gelangen. Die Behandlung sollte ein Facharzt koordinieren. Entscheidend ist der rechtzeitige Beginn der Therapie.

Unbehandelt entwickeln bis zu zwei Drittel der Patienten binnen fünf Jahren dauerhafte Gelenkschäden. Die Therapie sollte spätestens sechs Monate nach Krankheitsbeginn einsetzen.

"Wenn jeder RA-Patient von Anfang an leitliniengerecht behandelt würde, könnten mehr als 90 Prozent ein ganz normales Leben führen", so Schneider.

http://dgrh.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Informationskampagne

Wartezimmerplakate bieten Rheuma-Wissen to go

Differenzialdiagnostik bei Enthesiopathie

Wann Sehnenbeschwerden wahrscheinlich rheumatisch bedingt sind

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte