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Nach Anaphylaxie-Meldungen

Ruf nach Allergie-Tests für Inhaltsstoffe der Corona-Vakzine

Berichte aus Großbritannien und den USA über drei Impflinge mit anaphylaktischen Reaktionen bei Corona-Impfung verunsichern Allergiker. Allergologen fordern Tests zur Verträglichkeit der Inhaltsstoffe.

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Pricktest: Auch die Verträglichkeit der Inhaltsstoffe von Vakzinen ließe sich damit prüfen.

Pricktest: Auch die Verträglichkeit der Inhaltsstoffe von Vakzinen ließe sich damit prüfen.

© Microgen / stock.adobe.com

Dreieich. Jede Impfung kann allergische Reaktionen oder einen allergischen Schock auslösen, betont Professor Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums in Wiesbaden in einer Mitteilung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und verweist auf ein allgemeines Positionspapier der Allergie-Gesellschaften in Deutschland dazu (Allergo Journal International 2020, 29: 16)).

„Wir vermuten, dass mit PEG (Polyethylenglykol) ein Zusatzstoff der Impfung die allergischen Reaktionen bei den Patienten ausgelöst hat“, so der AeDA-Präsident in der Mitteilung. Insgesamt enthalte der Corona-Impfstoff „BNT162b2“ aber weniger allergene Substanzen als herkömmliche Impfstoffe.

Tests für Risikopersonen werden entwickelt

In der Zulassungs-Studie der Hersteller Pfizer und BioNTech traten allergische Reaktionen nur bei 0,63 Prozent der Probanden der Impfstoffgruppe auf, im Vergleich zu 0,51 Prozent in der Placebogruppe. Allerdings waren Patienten mit schweren Allergien von dieser Studie ausgeschlossen.

„Die hier noch fehlenden Daten zur Verträglichkeit bei Anaphylaxie-gefährdeten Patienten müssen nun schnellstmöglich erhoben werden“, fordert Klimek in der Mitteilung. Nach seiner Ansicht müssen aber auch die meisten Patienten mit schweren Allergien nicht dauerhaft auf die Impfung verzichten. Derzeit würden entsprechende Tests entwickelt.

Enge Kooperation mit den Herstellern wichtig

Klimek betont: „Allergische Reaktionen auf Impfstoffe sind nicht ungewöhnlich, kommen glücklicherweise aber sehr selten vor. Sobald wir von den Kollegen in UK und USA Informationen über die auslösenden Allergene im BioNTech-Pfizer-Impfstoff erhalten, werden wir entsprechende Allergietests durchführen können, die gefährdete Patienten erkennen. Für PEG wäre das relativ einfach möglich“.

Solche Tests könnten schon kurz nach Start der Impfungen in Deutschland zur Verfügung stehen. „Hier sind wir unbedingt auf eine enge Kooperation mit den Unternehmen Pfizer und BioNTech angewiesen, die meines Wissens bislang auch in UK und USA bei der Aufklärung der Anaphylaxien bestmöglich mitwirken“, so der AeDA-Präsident. (eb)

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