Robert Koch-Institut

Ruf nach mehr Prävention von Stürzen

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BERLIN. In Deutschland müssen jedes Jahr etwa 1,8 Millionen Erwachsene wegen eines Sturzunfalls ärztlich versorgt werden. Gut jeder Vierte davon muss ins Krankenhaus, berichten Forscher um Dr. Anke-Christine Saß vom Robert Koch-Institut (RKI). Wegen der häufig schweren Folgen ist besonders bei alten Menschen mehr Prävention angesagt.

Für ihre Studie zu Stürzen haben die Experten für öffentliche Gesundheit Daten des telefonischen Befragungssurveys „Gesundheit in Deutschland aktuell 2010“ (GEDA 2010) mit 20.050 Teilnehmern ausgewertet (Prävention und Gesundheitsförderung 2019; online 25. Februar).

Danach ereignen sich die meisten Sturzunfälle im Verkehr (35,5 Prozent) und zu Hause (30,9 Prozent). Männer sind ähnlich häufig betroffen wie Frauen; bei der Arbeit stürzen allerdings Männer viermal häufiger (22,5 vs. 6,1 Prozent). Von den über 65-Jährigen stürzt mehr als jeder Zweite zu Hause, bei den bis zu 29-Jährigen nur jeder Sechste.

Insgesamt werden über 40 Prozent der Sturzopfer physiotherapeutisch oder rehabilitativ versorgt. Bei den gestürzten Erwerbstätigen kommt es bei 71,4 Prozent der Sturzunfälle zu einer Krankschreibung. (eis)

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Kommentare
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Irene Jarmusz

Sturzherausforderung

Wenn jeder 4. über 65jährige mit einem Rollator OHNE Balancetraining und Sturzprophylaxe ärztlich versorgt wird und NUR draussen den Rollator nutzt, glauben diese Menschen alle, sie seien im Haus immer noch sicher auf zwei Beinen unterwegs.
Wie groß die Täuschung ist, wird leider unterschätzt!


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