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KOMMENTAR

Schlamperei bei der Hygiene ?

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Salmonellen in Kliniken und Kitas - das wird es immer geben. Oft sind nicht die betroffenen Einrichtungen schuld daran, wenn dort Menschen erkranken, sondern Lieferanten, die kontaminierte Ware in die Häuser bringen. Doch nach ein paar Tagen sind die meisten Betroffenen wieder gesund und das Problem hat sich erledigt.

Wenn aber, wie vor kurzem in Fulda, ein einmal eingeschleppter Keim sich über mehrere Wochen in der Klinik hält und immer wieder neu Menschen infiziert, dann liegt der Verdacht nahe, dass in dem Klinikum selbst etwas furchtbar schief läuft. Denn wie lässt es sich wohl erklären, dass sich zunächst nur Mitarbeiter über ein Dessert infizieren, und anschließend wochenlang Patienten erkranken, die nie davon gegessen haben? Wie kommt es, dass Salmonellen plötzlich in allen möglichen Speisen nachgewiesen werden, und der Spuk erst vorbei ist, nachdem man die Küche schließt? Dies lässt eigentlich nur eine Schlussfolgerung zu: Es wurde bei der Hygiene gehörig geschlampt.

Inzwischen weiß man: Mindestens 15 der 85 Küchenmitarbeiter waren mit Salmonellen infiziert. Eine Übertragung von Menschen auf Lebensmittel ist aber nur durch Fäkalienspuren möglich. Das ist keine appetitliche Erklärung für die Erkrankungen in Fulda, aber die einzig plausible. Schließlich wird niemand glauben, dass die Keime plötzlich neue Übertragungswege entdeckt haben.

Lesen Sie dazu auch: Salmonellen durch schlechte Hygiene in Kliniken?

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